Peter C. Ruppert

„Ich bin nicht unbeeinflussbar, aber ungebetenen Rat habe ich nicht gemocht und bei erbetener Beratung habe ich im Grunde nur nach weiteren Entscheidungslinien gesucht. Ich denke, es geht schon zu Lasten der Kompetenz eines Sammlers, wenn er sich in irgendwelche Abhängigkeiten begibt, indem er beispielsweise Galerieprogramme abbildet oder Künstler über alle Werkphasen begleitet oder sonst wie Entscheidungen delegiert.“

“Entscheidend für die Sammlung war stets das Kunstwerk selbst, nie die Person [des Künstlers].“

“Anspruchsvolles Sammeln bedarf einer außerordentlichen Geduld, wenn man keine oder nur wenig Kompromisse machen möchte, und das musste ich erst lernen. Die Gelegenheit abwarten zu können ist wichtiger als die ganz gezielte Suche.“

“Die Sammlung dem Fegefeuer der öffentlichen Präsentation auszusetzen und sich den Kritikern zu stellen, ist für mich als Privatmann und Autodidakt – so empfinde ich das – eine notwendige und eher wünschenswerte Situation, durch die ich in die Lage versetzt werde, für dieses ´Lebenswerk´ ein Resümee ziehen zu können. Der ursprüngliche Privatcharakter hat irgendwann eine Eigendynamik entwickelt, so dass ich über Jahre immer mehr zum Sammler wurde.“